Sprit sparen für Geldbeutel, Klima- und Umweltschutz
Kavaliersstart mit quietschenden Reifen und Höchstgeschwindigkeit ist out, eine bewusste Fahrweise mit dem Ziel, Sprit sparen, ist in. Neue Motoren werden so konstruiert, dass der Spritverbrauch sinkt.
Fahrverbot sonntags - der Ölschock in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts machte es schlagartig deutlich: Öl und Benzin sind natürliche Ressourcen, die nicht unbegrenzt verfügbar sind. Seitdem ist Sprit sparen ein ständig propagiertes Ziel, doch wer realistisch den Verbrauch von Benzinmotoren Baujahr 1970 mit denen von heute vergleicht, stellt zwar eine höhere Effektivität der Motoren fest, aber keinen durchschlagend niedrigeren Verbrauch.
Dabei sind die Zeichen der Zeit eindeutig. Wenn ein Liter Benzin viel mehr kostet als ein Liter Speiseöl, dann macht irgendwann Auto fahren keinen Spaß mehr, oder noch schlimmer: Viele Menschen können es sich nicht mehr leisten, ein Auto zu betreiben. Damit sinkt aber auch die persönliche Flexibilität, einen Arbeitsplatz schnell zu erreichen. Ganz zu schweigen von den Arbeitsplätzen, die in der Kfz-Technik und im Zubehörhandel verloren gehen. Deshalb war es auch nicht überraschend, dass im Rahmen der Umweltschutzprämie Autos im Kleinwagen-Sektor bevorzugt gekauft wurden, während die Spritschlucker stehen blieben. Dieser Trend zeichnet sich auch auf dem größten Automarkt der Welt ab, den USA. Dort finden die großen Spritschlucker kaum noch Absatz und können nur noch mit erheblichen Nachlässen verkauft werden.
Nun kann sich aber nicht jeder ein Auto mit einem spritsparenden Motor kaufen, solange der alte Wagen noch verkehrstüchtig ist. Aber auch in diesem Fall kann Sprit sparen zur täglichen Praxis gehören. Dabei sind einige Verhaltensweisen zu beachten: Der Wagen sollte nicht unnötig beladen sein, der Reifendruck muss nach Herstellerangaben optimal eingestellt sein, die optimalen Schaltpunkte sollten nach Herstellerangabe für ein spritsparendes Fahren und Schalten beachtet werden. Wer dann noch - zumindest bei Kurzfahrten auf der Autobahn - die Höchstgeschwindigkeit bei neunzig bis einhundert Stundenkilometern hält, wird sich wundern, wie niedrig der Spritverbrauch wird. Wer sein Verhalten nicht mehr ändern kann oder will, muss noch ein paar Jahre auf Elektroautos warten. Mal sehen, was dann der Strom kostet.
Übrigens gibt es Benzin-Additive auf dem Markt, bei deren Einsatz ein niedriger Verbrauch versprochen wird. Eins ist sicher: Spritsparendes Fahren reduziert den Kraftstoffverbrauch mit Sicherheit und kostest nichts. Ein Navigationsgerät findet immer den kürzesten Weg und entpuppt sich so als ein echter Spritsparer.